Testament - Bestattungsinstitut Anke Schneider

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Testament

Vorsorge


Das Testament
Den letzten Willen festlegen.
Im Testament können Sie Ihr Vermögen verteilen, wie Sie wollen. Damit es auch seine Gültigkeit hat, gibt es allerdings einige formale Dinge zu beachten. Und die Erben sollten auch wissen wo sich das Testament befindet!

Wenn Sie selbst bestimmen wollen, was mit Ihrem Hab und Gut nach dem Tod passiert, dann müssen Sie es schriftlich festlegen und ein Testament machen. Darin können Sie Ihr Vermögen verteilen, wie Sie wollen. Ganz enterben können Sie Ihre Verwandtschaft wegen der Pflichtteile zwar nicht, sonst aber haben Sie die freie Wahl wer Erben soll. Wenn Sie Unstimmichkeiten unter den Erben vermeiden wollen, sollten Sie Hindernisse schon vorher aus dem Weg räumen und ein paar formale Dinge beachten.

Das eigenhändige Testament
Papier und ein Stift - das ist alles, was Sie für ein Testament brauchen. Sie können es einfach so mit der Hand schreiben. Wichtig ist dabei: Sie müssen es von der ersten bis zur letzten Zeile mit der Hand schreiben. Es reicht nicht, den Text auf der Schreibmaschine oder dem Computer zu tippen und nur mit einer Unterschrift zu unterschreiben. Ein solches Testament ist nicht gültig und dann war die ganze Arbeit umsonst - es gelten dann wieder die gesetzlichen Erbfolgen. Denken Sie daran, immer mit ihrem vollständigen Namen zu unterschreiben und vergessen Sie nicht den Ort und das Datum. So können Sie Verwechslungen vermeiden.

Das öffentliche Testament
Sind Sie nicht in der Lage Ihr Testament  selbst schreiben zu können, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als zu einem Notar zu gehen. Dem tragen sie ihren letzten Willen vor, er bringt ihn zu Papier und lässt sie unterzeichnen. Dabei berät er Sie über alle Möglichkeiten, die zum Beispiel zum Streit zwischen ihren Hinterbliebenden führen können. Der weiterer Vorteil des öffentlichen Testaments ist: Der Notar kann ihre Testierfähigkeit feststellen, also bezeugen, dass Sie bei klarem Verstand waren, als sie ihren letzten Willen formuliert haben. Sollten die enttäuschten Erben trotzdem die Zurechnungsfähigkeit des Verstorbenen anfechten, muss ein Gericht entscheiden. Die Arbeit des Notars ist natürlich nicht umsonst. Die Notargebühren richten sich nach dem Wert des Erbnachlass. Diese Gebühren können jederzeit bei einem Notar angefragt werden.

Sonderfall Berliner Testament
Wenn Sie sich als Ehe- oder Lebenspartner gegenseitig  absichern wollen, beispielsweise damit sie nicht Ihre Immobilie verkaufen müssen, um die Kinder auszubezahlen. Das Berliner Testament beruht auf Gegenseitigkeit und setzt den Partner als Alleinerben ein. Die Kinder sind erst erbberechtigt, wenn beide Eltern gestorben sind. Das regelt die Jastrowsche Klausel.

Aufbewahrung
Sie können ihr Testament überall aufbewahren: in einem Tresor, in einer Schublade oder unter einem Teppich. Allerdings kann es sein, dass es nicht gefunden wird und ihr letzter Wille nicht erfüllt werden kann. Also am besten den Erben vorher Bescheid geben, wo sie das Testament finden. Sie können es aber auch beim Amtsgericht hinterlegen. Der Vorteil: So kann es nicht verloren gehen. Das öffentliche Testament wird übrigens immer beim Gericht hinterlegt.

Änderungen im Testament
Wenn Sie sich nicht so recht entscheiden können , wem sie was vererben wollen und Sie ändern ihr Testament, dann ist es am besten, Sie zerreissen das Alte. Dann können sich ihre Erben nicht streiten, welches Testament denn das aktuelle ist. Es reicht aber auch, ein "nicht gültig"" draufzuschreiben. Haben Sie ihr Testament beim Amtsgericht hinterlegt, dann ist eine Änderung etwas mühsamer. Sie müssen das alte Testament persönlich beim Gericht abholen. Das ist aber jederzeit möglich.

Inhalt des Testaments: Erben genau bestimmen!
Sie können relativ frei entscheiden, was Sie in ihr Testament reinschreiben. Sie können auch außerhalb der gesetzlichen Erbfolge einen oder mehrere Erben einsetzen und ihre gesamten Angehörige enterben und das Vermögen einer karitativen Einrichtung, dem Tierheim oder dem besten Freund vermachen. Um das Pflichterbe kommen Sie aber nicht herum - die muss der Erbe auszahlen.

Erbe und Vermächtnis
Es sollte immer erkennbar sein, wer was erbt. Wenn Sie bestimmte Gegenstände vermachen, kann dies sonst zu Unklarheiten oder gar Streit führen. Wenn Sie ein Vermächtnis anordnen, wenden Sie Nachlassgegenstände oder bestimmte Geldbeträge bestimmten Personen zu: z.B. "Meine Rolex-Armbanduhr, mit Goldarmband, soll mein Pflegekind Markus bekommen, und 15.000 Euro von meinem Sparkonto hinterlegt bei meiner Bank soll mein Freund Kurt bekommen, weil er immer für mich da war". Die Vermächtnisnehmer sind keine Erben, haben aber gegenüber dem Erbe bzw. den Erben einen Anspruch, die Gegenstände aus dem Nachlass zu erhalten.

Nacherbe und Ersatzerbe
Sie können weitere Vorsorgemaßnahmen treffen, zum Beispiel sogenannte Nacherben bestimmen - zum Beispiel, wer die Immobilie bekommt, wenn ihre Kinder sterben. So können Sie verhindern, dass der Familiensitz in fremde Hände kommt. Sie können außerdem Ersatzerben bestimmen - für den Fall, dass die Erben vor ihnen sterben. Schließlich können Sie einen Testamentsvollstrecker ernennen, dies muß kein Notar sein. Er soll die Anforderungen aus Ihrem Testament erfüllen.

Vererben im Ausland
Die EU-Erbrechtsverordnung bestimmt, dass grundsätzlich die Erbrechtsregeln des Staates gelten, in dem Sie zuletzt Ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten. Es gibt allerdings ein Wahlrecht. Wer also im Ausland wohnt und dennoch nach den deutschen Regeln vererben will, kann das im Testament bestimmen. Ein handschriftlicher Zusatz reicht aus. Darin erklären Sie, dass Sie ihr Wahlrecht ausüben und bestimmen, dass das deutsche Erbrecht für Ihren Nachlass gelten soll.


 
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